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Barrierefrei kommunizieren:
Diese vier Kriterien machen Sie zum Profi!
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Illustration mit vier Icons zu barrierefreier Kommunikation

Barrierefrei kommunizieren:
Diese vier Kriterien machen Sie zum Profi!

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Ohne Kommunikation läuft nichts. Sie ist die Basis dafür, sich in der Welt zurechtzufinden und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Menschen mit Einschränkungen sind auf barrierefreie Kommunikationsangebote angewiesen. Mehr noch: Sie haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, sich zu informieren. Wir zeigen Ihnen, auf welche vier Kriterien es ankommt, damit Sie Ihre Zielgruppe barrierefrei erreichen.

Dezember 2021
Corporate Design & BrandingText-Tipps fürs Web Privat: Sarah Kohlen

In Deutschland leben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation allein eine Million sehbehinderte Menschen, die selbst mit Sehhilfen über weniger als 30 Prozent des normalen Sehvermögens verfügen. Ebenso sind Analphabet*innen, motorisch und kognitiv Eingeschränkte und die zunehmende Zahl älterer Menschen auf barrierefreie Kommunikation angewiesen. Aber auch die meisten anderen profitieren bei ungünstigen Sichtverhältnissen, Stress oder Leseschwäche davon, Informationen einfach zu erfassen.

Was zeichnet inklusives Kommunikationsdesign aus?

Inklusives Kommunikationsdesign macht Informationen für möglichst viele Menschen lesbar und verständlich – ohne Einbußen bei der ästhetischen Qualität. Denn auch Ästhetik ist ein wichtiger Aspekt von Zugänglichkeit: Sie entscheidet, wie Menschen das, was sie wahrnehmen, empfinden und bewerten. Eine funktionale, logisch aufgebaute und übersichtliche Gestaltung spricht alle an und fördert eine bessere Aufnahme der Informationen.

Vier Kriterien für ganzheitlich barrierefreie Medien

Häufig wird im Kontext barrierefreier Medien ausschließlich von technischer Barrierefreiheit gesprochen – doch das greift zu kurz. Auf diese vier Kriterien kommt es bei ganzheitlich barrierefreien Medien an:

 

1. Strukturelle Barrierefreiheit

  • Die Inhalte sind übersichtlich strukturiert und priorisiert.
  • Überschriften sind aussagekräftig und helfen, sich zu orientieren.
  • Wichtiges und Kernaussagen sind schnell erfassbar.
  • Bilder und Illustrationen ergänzen komplexe Inhalte.

2. Sprachliche Barrierefreiheit

  • Der Satzbau ist einfach. Es werden leicht verständliche, kurze Wörter verwendet.
  • Die Texte sind aktiv und motivierend formuliert.
  • Das Medium (Broschüre, Faltblatt, PDF, Website etc.) wird in Einfacher Sprache oder Leichter Sprache angeboten. Leichte Sprache ist noch stärker vereinfacht, für Menschen mit Lern- und Auffassungsschwierigkeiten.

3. Gestalterische Barrierefreiheit

  • Die Schriftart ist gut lesbar.
  • Die Schriftgröße ist ausreichend groß. (Tipp: Schriftgrößenrechner)
  • Farbkontraste sind ausreichend hoch. (Tipp: Kontrastrechner)
  • Gestaltungselemente geben Orientierung durch ihre einheitliche und eindeutige Verwendung.

4. Technische Barrierefreiheit

  • Es liegen barrierefreie PDF-Dateien nach dem BITV 2.0 (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung) und PDF/UA-Standard (Universal Accessibility/universeller Zugang) vor.
  • Die Benutzeroberfläche und Navigation sind wahrnehmbar, leicht bedienbar und verständlich.
  • Die Inhalte können von Assistenzprogrammen interpretiert werden.

Möchten Sie mit Ihren Kommunikationsangeboten alle erreichen? Unsere Unit Corporate Design & Branding berät Sie gern beim Erstellen barrierefreier Medien.

 

BarrierefreiheitKommunikationMedienWebdesign

Über die Autorin

Privat: Sarah Kohlen
Studium in Medienmanagement (B.A.) und Unternehmenskommunikation (M.A.) mit den Schwerpunkten Branding, Digitale Medien und Marketing | Projekterfahrung in verschiedenen Branchen und Bereichen (Kampagne, Content-Produktion, Markenentwicklung) | In der Freizeit am liebsten am Fels, auf Skiern oder in Wanderschuhen – Hauptsache in den Bergen.
Alle artikel von: Privat: Sarah Kohlen
Telefon: +49 (0) 711 414 142 24 | E-Mail: sk@em-faktor.de

Ausgezeichnet

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