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Das Geheimnis für gutes Fundraising: Danke sagen

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Das Wichtigste für ein nachhaltiges Fundraising ist ein Vorgang, den jeder von uns seit der frühen Kindheit kennt: Danke zu sagen. Ein passendes „Danke“ ist der beste Spendenturbo, den es gibt.

September 2017
Kirchen-FundraisingGesundheits-FundraisingFundraising Strategie Dr. Oliver Viest

Das Wichtigste für ein nachhaltiges Fundraising ist ein Vorgang, den jeder von uns seit der frühen Kindheit kennt: Danke zu sagen. Ein passendes „Danke“ ist der beste Spendenturbo, den es gibt.

 

Für ein Geschenk bedankt man sich. Das lernen schon Kinder. Doch Dank ist mehr als nur Konvention. Die damit gezeigte Wertschätzung ist vielmehr das auslösende Element fürs Geben – im Kleinen wie im Großen. Das Streben jedes Menschen nach Bedeutung und Sinn seines Tuns wird zu einem großen Teil durch die Anerkennung der Mitmenschen beflügelt. Diese Anerkennung kann sich durch Bewunderung oder gar Neid ausdrücken, doch viel positiver zeigt sie sich durch Dankbarkeit. Dankbarkeit und damit Anerkennung durch andere ist eine wesentliche Triebfeder für das Spenden.

 

Die Kunst des Fundraising besteht darin, diese Dankbarkeit angemessen auszudrücken: Ein großes Dankeschön oder ein kleines, ein öffentliches oder ein ganz privates? Der Dank muss immer schnell erfolgen und exakt zur Gabe sowie zum Spendenden passen. Mit einem falschen Stil kann man Vertrauen zerstören.

 

Doch noch schlimmer als ein falsches Danke ist überhaupt kein Danke. Sehr häufig beobachten wir dies im ehrenamtlichen Kontext: Da gibt es ein Spendenziel für ein lokales Projekt, und engagierte Helferinnen und Helfer strömen aus und bitten um Unterstützung. Aufgrund des knappen Zeitbudgets wird das Erreichen des Spendenziels jedoch auch gleich als Ende des Projektes gesehen – fertig. Ein schriftliches oder persönliches wertschätzendes Danke findet nicht statt, höchstens zusammen mit der in der Regel erst viel später ausgestellten Spendenbescheinigung. Doch das verursacht beim Spendenden ein schales Gefühl: Wurde mein persönlicher Beitrag überhaupt wahrgenommen und geschätzt? Hatte er eine Bedeutung?

 

Dabei führt Dank, zumal wenn er öffentlich geäußert wird, zu einem Nachahmungseffekt: Ein Teil von etwas sein zu wollen ist ein wichtiger menschlicher Impuls. Gut gemachte Dankesbriefe oder eine Danke-Kampagne führen erfahrungsgemäß zu weiterem Engagement – auch wenn gar nicht nach einer Spende gefragt wird.

 

Ein Dank ist also mehr als eine Bestätigung und Belohnung für den Gebenden. Ein Dank ist ein Blick nach vorne. Er ist die Bestätigung des Guten und damit Ansporn, mehr zu tun. Merke: Eine Fundraising-Kampagne ist erst mit dem Dank abgeschlossen. Und mit dem Dank beginnt auch schon die nächste.

 

Über den Autor

Dr. Oliver Viest
Geschäftsführer em-faktor, zertifizierter Gemeinwohl-Ökonomie Berater (GWÖ) und Vorstandsmitglied GWÖ Baden-Württemberg, Schulungspartner Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK), Dozent mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und CSR unter anderem an der HfWU Nürtingen-Geislingen, Fresenius Hochschule Idstein und an der FR Akademie (CSR-Manager). Begleitet unter anderem die weltweit ersten kommunalen Betriebe bei der Gemeinwohl-Bilanzierung und der Nachhaltigkeitskommunikation in Stuttgart.
Alle artikel von: Dr. Oliver Viest

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