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Wo Kreativität entsteht

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Wo kommt Kreativität her? Wann und wo fangen wir den Funken für das Außergewöhnliche ein? Und vor allem: Gibt es eine Möglichkeit, das für das eigene Unternehmen zu institutionalisieren? Ja, die gibt es, und es geht erstaunlich einfach!

November 2011
Kreativ arbeiten Dr. Oliver Viest

Wo kommt Kreativität her? Wann und wo fangen wir den Funken für das Außergewöhnliche ein? Und vor allem: Gibt es eine Möglichkeit, das für das eigene Unternehmen zu institutionalisieren? Ja, die gibt es, und es geht erstaunlich einfach!

 

Jedes Unternehmen, jede Organisation würde gerne die Kreativität ihrer Mitarbeiter steigern. Eine ganze Branche verdient ihr Geld deshalb mit so genannten Kreativitätstrainings. Das Problem ist nur: Die dorthin beorderten Mitarbeiter werden dadurch nicht kreativer. Natürlich können Methoden helfen, den inneren Motor anzuwerfen oder aus der Kreativität brauchbare Ergebnisse zu destillieren. Hierzu gibt es zahlreiche bewährte Instrumente. Nach meiner Erfahrung gibt es jedoch ein zentrales Kriterium für die Kreativität, das aber nicht gelehrt werden kann: den Lebensstil.

 

Erinnern Sie sich dazu einmal, wo Ihnen Ihre letzten Geistesblitze kamen: Vor dem Einschlafen, im Bad oder bei bei einem Spaziergang? Beim sonntäglichen Dösen auf dem Sofa? Im Konferenzraum nach einem langen Wochenende? Beim Brainstormen in der Abteilungsküche? Im Gespräch mit Ihrem Lebenspartner oder Kollegen im Restaurant? Fällt ihnen etwas auf? Überall, nur nicht an Ihrem Arbeitsplatz.

 

Überlegen Sie weiter, wo Ihr Wissen über die Welt um Sie herum herkommt: Aus privatem Medienkonsum, vom Austausch mit Freunden und Kollegen, durch gesellschaftliches Engagement? Durch Begegnung oder im Gegenteil durch Einkehr? Fällt Ihnen auch hier etwas auf? Es handelt sich ausschließlich um Aktivitäten außerhalb dessen, was während Ihrer Arbeitszeit gestattet ist.

 

Und hier liegt auch die Antwort: Innovation und Kreativität entstehen an der Schnittstelle zwischen Beruflichem und Privatem! Das ist der Ort und die Zeit, wo die spannendsten Dinge passieren.

 

Deshalb werden oft Freiberufler als Impulsgeber gebucht, deshalb haben Künstler keine geregelten Arbeitszeiten und deshalb lassen sich Top-Kreative meist ungern einstellen. Erfolgreiche Kreativ-Profis schaffen es, Privates zu reflektieren und (während ihrer Arbeitszeit) zu übertragen. Und sie können umgekehrt ihre Aufgabenstellung aus dem Büro mitnehmen und im Privatem in neuem Kontext bearbeiten.

 

Wer also den Boden für Kreativität bereiten will, sorgt dafür, dass die Mitarbeiter maximale Flexibilität in Arbeitszeit und Arbeitsort haben, gestattet private Kommunikation während der regulären Arbeitszeit und ermöglicht auch mal Sonderwünsche zum Betreiben eines privaten Hobbys.

 

Diese Freiheit muss von beiden Seiten gewollt und gepflegt werden. Für Arbeitnehmer verschwimmen somit die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben, ein Unternehmen kann dann andererseits nicht mehr jede Arbeitsstunde kontrollieren. Dafür ist es aber für alle Seiten lohnender als endlose Kreativitätsseminare!

 

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Über den Autor

Dr. Oliver Viest
Geschäftsführer em-faktor, zertifizierter Gemeinwohl-Ökonomie Berater (GWÖ) und Vorstandsmitglied GWÖ Baden-Württemberg, Schulungspartner Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK), Dozent mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und CSR unter anderem an der HfWU Nürtingen-Geislingen, Fresenius Hochschule Idstein und an der FR Akademie (CSR-Manager). Begleitet unter anderem die weltweit ersten kommunalen Betriebe bei der Gemeinwohl-Bilanzierung und der Nachhaltigkeitskommunikation in Stuttgart.
Alle artikel von: Dr. Oliver Viest

Kommentare

    1. Vielen Dank für den Beitrag, den ich noch gerne etwas ergänzen möchte. Gerade Social Media Plattformen bieten diesen Aspekt der Verbindung von privatem mit geschäftlichem. Viele Unternehmen unterbinden jedoch die Nutzung von z.B. Facebook im Unternehmen, und nutzen diese Plattformen auch nicht als Kommunikationskanal zu Kunden, Lieferanten und zur Mitarbeitersuche. Somit bildet sich in meinen Augen eine Kluft zwischen konservativen und innovativen Unternehmen. Fachkräfte, Experten und Talente werden sich jedoch immer mehr zu innovativen Unternehmen orientieren. Das bedeutet, dass konservative Unternehmen bald überholt sein werden.

    2. Hilmar Sturm

      Kreativität ist so flüchtig, dass sie sich überhaupt keinen Regeln fügt. Es gibt das Bonmot, sie sei 99 % Transpiration und 1 % Inspiration. Und diese Transpiration kann durchaus am Schreibtisch, im Labor und in der Werkstatt erfolgen. Sonst wären alle „konservativen“ Unternehmen fruchtlos – sind sie aber nicht. Ich denke, es gibt viele Wege zu neuen Ideen.

      Viele Schriftsteller setzen sich ganz diszipliniert zu bestimmten Stunden an den Tisch und arbeiten. Thomas Mann hat so beispielsweise gearbeitet. Woher hatte er seine Kreativität? Das meiste davon geschah wohl wirklich am Schreibtisch.

      Und dann fällt mir noch der gute alte Kleist ein: „Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“. Während man darüber spricht, fällt einem oft erst ein, was man zu sagen hat. Aber es gibt auch Leute, die gehen wochenlang im Geheimen schwanger mit einer Idee, und dann gebären sie einen fertigen Text.

      Und nicht zuletzt: Nicht alles „Kreative“ und Neue ist auch besser als das Alte…

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