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Wiki-Leaks

Katz und Maus per Spende, Facebook und Avaaz

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Ein weltweiter Spendenkrimmi läuft derzeit live auf unseren Bildschirmen – mit unserer Beteiligung. Der Fall WikiLeaks wird zum Synonym für Online-Aktivismus und die Macht des Netzes. Eine Spende zu machen ist jetzt ein politisches Statement in einer verkehrten Online-Welt: Je schwieriger die Online-Spende wird und je mehr Unternehmen diese verhindern wollen, desto mehr wird gespendet und desto größer ist der Zuspruch.

Dezember 2010
Online-Fundraising Dr. Oliver Viest

Ein weltweiter Spendenkrimmi läuft derzeit live auf unseren Bildschirmen – mit unserer Beteiligung. Der Fall WikiLeaks wird zum Synonym für Online-Aktivismus und die Macht des Netzes. Eine Spende zu machen ist jetzt ein politisches Statement in einer verkehrten Online-Welt: Je schwieriger die Online-Spende wird und je mehr Unternehmen diese verhindern wollen, desto mehr wird gespendet und desto größer ist der Zuspruch.

 

Das Katz und Maus-Spiel im Web läuft nun schon seit einer Woche, mit täglich neuen Wendungen: Nach Paypal haben nun auch Visa und Mastercard die Spendenmöglichkeiten an WikiLeaks unterbunden. Plötzlich werden Online-Zahlungsprovider zu zentralen Figuren eines Spendenkrimis. „Visa customers are contacting us in masses to confirm that they really donate and they are not happy about Visa rejecting them.“, schrieb gestern Andreas Fink von CEO DataCell, die WikiLeaks bei der Online-Zahlungsabwicklung unterstützt.

 

Gleichzeitig hat die Netzgemeinde über 500 Kopien der WikiLeaks Website mitsamt deren Dokumenten angelegt, um eine Löschung durch Behörden zu verhindern. Die Facebook-Seite von WikiLeaks verzeichnet sekündlich einen neuen „Fan“, Avaaz hat vor wenigen Stunden eine Petition gestartet, die  derzeit zwei Menschen in der Sekunde unterzeichnen.

 

Über den Twitter-Account rufen die Mitarbeiter von WikiLeaks zu Spenden auf, gespannt beobachtet die Netzgemeinde, ob Facebook und Twitter weiterhin die Kommunikation durch WikiLeaks erlauben. In diesem Fall wären sie die Image-Gewinner der Hetzjagd. Gleichzeitig ist im Web eine Diskussion um die Blockade von Unternehmen wie Amazon, Paypal, Mastercard und Visa entbrannt, deren Websites und Blogs von entrüsteten Menschen bestürmt werden. Es hagelt Kündigungen, die Unternehmen bemühen sich um Schadensbegrenzung.

 

„Thebypallblog.com“ hat aufgrund der verärgerten Kommentare nun das Kommentieren unterbunden – eine Kapitulation.  Die erboßten Paypal-Kunden lassen jetzt auf der Paypal Facebook-Seite ihrer Entrüstung freien Lauf und rufen zum Boykott auf.

 

Aktuelle Zahlen zu eingegangenen Spenden sind zur Stunde nicht zu erhalten. Es scheint aber so viel zu sein, dass WikiLeaks derzeit nicht mit den Spendenbelegen hinterher kommt.  Und eine Deutsche Stiftung spielt beim weltweiten Spenden-Krimi eine zentrale (und zweifelhafte) Rolle, aber dazu in wenigen Stunden mehr …

 

fundraisinggemeinsamMutWeb 2.0

Über den Autor

Dr. Oliver Viest
Geschäftsführer em-faktor, zertifizierter Gemeinwohl-Ökonomie Berater (GWÖ) und Vorstandsmitglied GWÖ Baden-Württemberg, Schulungspartner Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK), Dozent mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und CSR unter anderem an der HfWU Nürtingen-Geislingen, Fresenius Hochschule Idstein und an der FR Akademie (CSR-Manager). Begleitet unter anderem die weltweit ersten kommunalen Betriebe bei der Gemeinwohl-Bilanzierung und der Nachhaltigkeitskommunikation in Stuttgart.
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