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Open Planet Ideas

Crowdsourcing für den Umweltschutz?

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Firmen wie Dell oder Tchibo haben schon vor einiger Zeit die kreativen Potentiale der Crowd entdeckt und sie genutzt, etwa um Produkte zu verbessern und neue Ideen zu erhalten. Sie setzten auf den Austausch mit Kunden und Fans – und dies mit großem Erfolg. Sony aber geht einen etwas anderen Weg.

September 2010
Markenentwicklung Dr. Oliver Viest

Firmen wie Dell oder Tchibo haben schon vor einiger Zeit die kreativen Potentiale der Crowd entdeckt und sie genutzt, etwa um Produkte zu verbessern und neue Ideen zu erhalten. Sie setzten auf den Austausch mit Kunden und Fans – und dies mit großem Erfolg. Sony aber geht einen etwas anderen Weg.

 

Auch Sony setzt auf Crowdsourcing, aber nicht so sehr zu eigenen Innovationszwecken, sondern für ein gezieltes CSR-Engagement. Gemeinsam mit seinem Partner, dem WWF, und mit Hilfe der Kreativität von Fans und Engagierten wendet sich Sony mit der neuen Plattform „Open Planet Ideas“ einer für unsere Gesellschaft dringlichen Frage zu: Wie können uns die Technologien unserer Zeit bei der Bewältigung der Umweltprobleme unterstützen, vor denen wir alle stehen?

 

Fans und Engagierte sind aufgerufen, Lösungsideen einzureichen, die helfen, die Welt durch den Einsatz von Sony-Produkten grüner und nachhaltiger zu machen. Noch bis Januar 2011 wird die Plattform offen sein – bevor in einem weiteren Schritt die besten Projekte ausgewählt werden. Am Ende soll die konkrete Umsetzung der besten Ideen stehen. Genaueres gibt es auch auf der Plattform sowie im Best-Practice-Business-Blog.

 

Bei einigen schrillen jetzt sicher die Alarmglocken auf: Setzt Sony sich hier wirklich für die Umwelt ein, oder wollen sie nicht eher durch geschickte PR ihre Glaubwürdigkeit im Netz erhöhen und an Nachhaltigkeit interessierte Käufergruppen wie die LOHAS für sich gewinnen? Schnell liegt der Vorwurf von Greenwashing in der Luft.

 

Aber warum eigentlich? Ich finde es schade, dass gerade multinationale Unternehmen schnell unter Generalverdacht gestellt werden, sobald sie sich gesellschaftlich engagieren und dies auch kommunizieren. Ich selbst finde es gut, dass hier ein Unternehmen nicht nur Geld spendet, sondern sich gemeinsam mit einer NGO wie dem WWF aufmacht, etwas für unsere Umwelt zu tun. Und dazu nutzen sie, wie ich finde, noch auf recht kreative Art und Weise die Möglichkeiten von Social Media, um möglichst viele Menschen zu erreichen und zum Mitmachen zu animieren.

 

Inwieweit dies Engagement von Sony tatsächlich nachhaltig ist wird sich noch zeigen müssen – aber ich finde, dieser kreative Ansatz für gesellschaftliches Engagement verdient Beachtung! Es ist auch nicht der erste Schritt von Sony in diese Richtung – also scheint sich Sony hier tatsächlich langfristig positionieren zu wollen.

 

 

DialoggemeinsamhelfenKreativitätLOHASWeb 2.0
Dr. Oliver Viest
Geschäftsführer em-faktor, zertifizierter Gemeinwohl-Ökonomie Berater (GWÖ) und Vorstandsmitglied GWÖ Baden-Württemberg, Schulungspartner Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK), Dozent mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und CSR unter anderem an der HfWU Nürtingen-Geislingen, Fresenius Hochschule Idstein und an der FR Akademie (CSR-Manager). Begleitet unter anderem die weltweit ersten kommunalen Betriebe bei der Gemeinwohl-Bilanzierung und der Nachhaltigkeitskommunikation in Stuttgart.
Alle artikel von: Dr. Oliver Viest

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